In Baden-Württemberg ist seit dem 22. Juli ein erweitertes Streckennetz für Lang-Lkw freigegeben. Hierzu gehören die Autobahnabschnitte der A 8 zwischen Ulm-Ost und Autobahndreieck Karlsruhe, der A 81 zwischen Landesgrenze Bayern/BW und Herrenberg sowie der kürzere Abschnitt der A 5 zwischen Karlsruhe-Mitte und Rastatt-Nord. Zusätzlich zu diesen Autobahnabschnitten sind einige Vor- und Nachlaufstrecken, insbesondere zu den Daimler-Werken in Rastatt und Sindelfingen in die sogenannte „Positivliste“ der Ausnahmeverordnung des Bundes aufgenommen worden. Die baden-württembergischen Abschnitte der A 7 und der A 96 waren schon bisher befahrbar, da diese beiden Autobahnen jeweils wechselweise zum Teil in Baden-Württemberg und in Bayern verlaufen und Bayern schon von Beginn an am Feldversuch des Bundes teilnimmt.

An dem Feldversuch mit Riesenlastern sind mit der Ausweitung zwölf Bundesländer beteiligt, neu dabei ist neben Baden-Württemberg auch Nordrhein-Westfalen. Komplett beteiligen sich Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Bremen hat die Autobahnen freigegeben, Mecklenburg-Vorpommern einzelne Abschnitte.

Im Bundesanzeiger vom 22. Juli können die freigegebenen Streckenabschnitte im Detail nachgelesen werden.

Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) des Landes Baden-Württemberg führt in Kooperation mit dem Autohersteller Daimler auf ausgewählten Strecken eine wissenschaftliche Untersuchung zu den Auswirkungen des Einsatzes von Lang-Lkw im Hinblick auf den Klimaschutz durch, bei der eine vollständige Bilanzierung der Klimawirkungen von Lang-Lkw erfolgen soll. Hierunter fallen auch die indirekten Effekte bei einer Verlagerung von der Schiene auf Lang-Lkw sowie durch den Lang-Lkw induzierter Verkehr. Ergebnisse der Studie werden Mitte 2016 vorliegen.

Eine ausführliche Auseinandersetzung mit den ökologischen und ökonomischen Implikationen des Lang-Lkw können Sie hier herunterladen.

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