StartkLahr_6321_3Hier in der Region hat man die Standortkonversion als Chance begriffen und beherzt zugegriffen. So lässt sich die Entwicklung am ehemaligen kanadischen Militärflughafen Lahr am besten auf den Punkt bringen. Dazu ist jedoch neben einem langen Atem auch ein Masterplan erforderlich, der hilft, die Planungen zu strukturieren. Im Falle des startkLahr Airport & Business Park Raum Lahr, wie das ehemalige Militärareal im äußeren Südwesten Deutschlands heute heißt, war bereits vor dem tatsächlichen Abzug der Streitkräfte klar, dass auf der Fläche ein Industrie- und Gewerbepark entstehen soll, bei dem eine logistische Nutzung ebenso wie die Ansiedlung von KMU’s den Schwerpunkt bilden sollte. Während der ersten Jahre bedeutete dies für die Grundstückseigentümer, die Stadt Lahr und den interkommunalen Zweckverband Industrie- und Gewerbepark Raum Lahr, einen großen finanziellen Kraftakt, da der Flächenerwerb und insbesondere die Erschließung erhebliche Summen in Anspruch nahmen. Groß waren auch die Anforderungen an das Durchhaltevermögen der Verantwortlichen. Aber die Orientierung an dem Masterplan erwies sich als zielführend: Man warb gezielt um Logistikansiedlungen – nicht nur Logistik, aber eben auch, so das Credo. Die gute Lage durch die Nähe zur Schweiz und Frankreich, die hervorragende Verkehrsanbindung und die großen Flächen sind dabei natürlich Faktoren, die bei der Standortvermarktung „in die Karten spielen“. Dies schlägt sich auch in der Bewertung im Rahmen der Fraunhofer Logistikstudie 2013 nieder: Hier wurde die Region Oberrhein und das startkLahr-Areal mit dem Potentialindex „hervorragend“ bewertet.

Die Entwicklung zeigt, welche Chance sich durch das Freiwerden für die gesamte Region eröffnet hat: Man konnte Unternehmen ansiedeln, welche ohne dieses Flächenangebot möglicherweise niemals in die Region gekommen wären. Das Areal bietet den Unternehmen eine Chance, sich in einer europäischen Wachstums- und aufstrebenden Logistikregion niederzulassen. Es bietet darüber hinaus expansionswilligen Unternehmen die Möglichkeit in der Region zu bleiben und sich trotzdem auch räumlich zu erweitern.

Und die Zahlen sprechen für sich: mehr als 150 Unternehmen mit 3.500 Mitarbeitern am Areal, darunter namhafte Betriebe wie die Zehnder Group (u. a. Produktion von Heizkörper, Wohnraumlüftungssysteme) oder Logistikriesen wie DHL, Ceva Logistics, DSV und Fiege, aber auch regionale kleine und mittelständische Betriebe.

Dieser Zusammenhang lässt sich auch unter dem Stichwort Code 24 zum Ausdruck bringen:
Der Korridor 24 zwischen den Häfen Rotterdam und Genua ist bekanntlich eine der zentralen Güterfrachtrouten in Europa. Schwachstellen dieser Transversale sind dabei die bottlenecks, wovon sich eines in der Region Basel befindet. Ohne eine geeignete Möglichkeit für den Modalsplit Schiene/Straße ist die Leistungsfähigkeit des gesamten Korridors beeinträchtigt. Die Stadt Lahr und startkLahr haben aus diesem Grund eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben um herauszufinden, ob durch die Einrichtung eines Güterverkehrsterminals am startkLahr- Areal ein solcher Modalsplit erfolgen kann. Das Ergebnis: Der Bedarf ist gegeben, die Fläche eignet sich auf Grund seiner Größe und geographischen Lage ideal für die Einrichtung einer solchen Anlage. Auch der regionalökonomische Nutzen wäre erheblich. Doch der besondere Charme einer solchen Anlage liegt in den Nutzungsmöglichkeiten der angrenzenden Flächen, auf denen sich neben den bereits angesiedelten Unternehmen weitere Unternehmen ansiedeln können, die in einem mehr oder weniger direkten Zusammenhang mit dem Güterumschlag stehen. Der Begriff Logistik-Leistungszentrum-Lahr steht für diese herausragende Möglichkeit zur Lösung europäischer Verkehrsprobleme und dafür regionales Wachstum mit einem regionalen Mehrwert zu koppeln. Nicht nur hier in der Region sondern ganz besonders im Land und auch im Bund erkennt man mehr und mehr die Chance, die ein Logistik-Leistungszentrum Lahr bietet; viele Unternehmen haben dies ohnehin schon erkannt.

Am startkLahr-Areal wird deutlich, was Standortkonversion für die betroffenen Regionen sein kann: eine Chance, neue Wege einzuschlagen und nachhaltige Wirtschaftsleistung zu erzeugen, die branchenübergreifend Nutzen schafft.

  • Fakten zum startkLahr Airport & Business Park Raum Lahr
    ENTWICKLUNGSPOTENZIAL
    600 ha Gesamtfläche in der Wachstums- und
    Metropolregion
    Oberrhein
    FLÄCHENKOMPETENZ
    Grundstücke von 1.000 m² bis 20 ha
    Voll erschlossene Baugrundstücke mit vorhandenem
    Baurecht
    Flexibler Flächenzuschnitt und Erweiterungsmöglichkeiten
    Bestandsgebäude zur Vermietung und zum Verkauf
    MULTIMODALE VERKEHRSANBINDUNG
    Autobahn (Anschlussstelle Lahr)
    Flughafen am Areal (Fracht- und Businessflüge)
    Rheinhafen Kehl/Straßburg (in 35 km Entfernung)
    Bahn
    WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
    Mehr als 150 Unternehmen am Areal
    (Logistik, Produktion, Dienstleistungen, Handwerk)
    LOGISTIK
    anerkannter Logistikstandort
    (Fraunhofer Logistikstudie 2011 und 2013)
    zusammenhängende Flächen von über 10 ha
    multimodale Verkehrsanbindung
    angesiedelte Logistikunternehmen: u. a.
    Deutsche Post/DHL, Fiege, DSV, Penny, Ceva Logistics,
    Schenker … und in Kürze LahrLogistics
    VERMIETUNG
    Mietflächen für: Lagerung, Produktion, Dienstleistung
    und Handwerk von 20 m² bis 3.000 m²

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