06 Jul 2015
Juli 6, 2015

Umweltorientierte Logistik

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Das zunehmende Umweltbewusstsein in der Gesellschaft sowie einschlägige Gesetzgebung stellen die Logistikbranche vor neue Herausforderungen. Im Spannungsfeld internationaler Klimaschutzziele, verstärkter öffentlicher Wahrnehmung, beschränkter Ressourcenverfügbarkeit sowie steigender Energie- und Kraftstoffkosten werden zukunftssichere Logistikkonzepte zum maßgeblichen Erfolgsfaktor. Auf der einen Seite gilt die Logistik als Wachstumsmotor und hat enorme wirtschaftliche Bedeutung. Allein in Baden-Württemberg zählen über 400.000 Arbeitsplätze[1] in der Logistik (erweiterte Logistikbranche mit gewerblichem Transport, Umschlag, Lagerung, Beratungsleistung etc.). Das heißt, dass knapp jeder zehnte Arbeitsplatz der insgesamt über vier Millionen Beschäftigten (Jahr 2013, gesamt Baden-Württemberg) in der Logistik angesiedelt ist. Auf der anderen Seite zeichnet die Logistik nach Angaben des Weltklimarates IPCC durch Personen- und Gütertransport für 13 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich[2] und stellt damit einen der wichtigsten Hebel zur Verbesserung des Klimas und der Umwelt dar.

Vor dem Hintergrund der ökonomischen Bedeutung und der ökologischen Relevanz sind neue und zusätzliche Bildungs- und Weiterbildungsangebote insbesondere im Hochschulbereich zu umweltorientierter Logistik erforderlich. Die Maßnahmen und Handlungsoptionen zur Steigerung der Umweltverträglichkeit der Logistik und Erhaltung der natürlichen Umwelt können nur mit gut ausgebildeten und qualifizierten Personen erreicht werden.

Eine Liste aller logistikrelevanter Bildungseinrichtungen in Baden-Württemberg ist unter der Rubrik LogWissen auf unserer Homepage abzurufen. Die Liste wird laufend aktualisiert.

[1]     Bundesanstalt für Arbeit, Arbeitsmarktzahlen Baden-Württemberg, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg nach Wirtschaftszweigsystematik 2008 und spezielle Systematik der SCI Verkehr GmbH.

[2]     Vgl. Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), Climate Change 2007: Mitigation, S. 29.